Weniger Bürokratie bei Dienstreisen ins EU-Ausland
In der Bayerischen Vertretung in Brüssel hält IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm eine so genannte A1-Bescheinigung in der Hand, die stellvertretend für überbordende EU-Bürokratie steht und nun bei kürzeren Auslandsdienstreisen wegfallen soll. Mit im Bild Marie-Therese Ettmayer von der Brüsseler Vertretung der Wirtschaftskammer Österreich.
Statement von IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm
(IHK für Oberfranken Bayreuth)
Dass Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen weitgehend frei zwischen den Mitgliedstaaten verkehren können, zählt zu den großen Errungenschaften der EU. „In den vergangenen Jahren hatte ich aber immer mehr den Eindruck, dass diese Ziele komplett in Vergessenheit geraten sind“, so Wolfram Brehm, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth.
„Nun gab es aber ein wichtiges Signal aus Brüssel für weniger Bürokratie“, betont Brehm. Verhandlergruppen von Rat, Parlament und Kommission haben sich auf den von der Wirtschaft lang geforderten Wegfall der Beantragung von A1-Bescheinigungen für Auslandsdienstreisen und Entsendungen von kurzer Dauer geeinigt. „Gemeinsam mit vielen anderen Wirtschaftskammern aus der gesamten EU haben wir seit Jahren für diese Erleichterung gekämpft“, so Brehm. „Das schafft endlich Rechtssicherheit und reduziert bürokratische Belastungen sowohl bei den Unternehmen als auch ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ Genau für solche Handelserleichterungen stehe die EU eigentlich und nicht für immer mehr Bürokratie. Das ist ein wichtiges Signal, dass europäische Regelungen auch praxistauglich und bürokratiearm gestaltet werden können. Davon bitte unbedingt mehr!“
Das Ergebnis der Trilogverhandlungen muss noch von den Mitgliedstaaten im Rat und dem Plenum des Europäischen Parlaments bestätigt werden.









