Eröffnung des HEP Centers von Siemens Healthineers in Forchheim
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken würdigt das HEP Center als Leuchtturmprojekt für die deutsche Gesundheitswirtschaft, Foto: Viktor Naumann
Mit einem Investitionsvolumen von über 350 Millionen Euro größte Neubau-Einzelinvestition des Unternehmens
Am 21. November 2025 wurde in Forchheim das High Energy Photonics (HEP) Center von Siemens Healthineers offiziell eröffnet. Mit einem Investitionsvolumen von über 350 Millionen Euro ist es die größte Neubau-Einzelinvestition des Unternehmens und ein deutliches Bekenntnis zum Wirtschafts- und Technologiestandort Forchheim.
Globales Medizintechnik-Zentrum mit Wachstumsgeschichte
Forchheim hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem globalen Medizintechnik-Zentrum entwickelt: Der Standort ist weltweiter Hauptsitz für die Geschäftsbereiche Diagnostic Imaging und Advanced Therapies sowie zentraler Entwicklungs- und Fertigungsstandort für CT-, Röntgen- und Angiographie-Systeme von Siemens Healthineers.
Die Belegschaft ist seit den 1990er Jahren von wenigen Hundert auf heute rund 4.800 Mitarbeitende gewachsen – ein eindrucksvoller Beleg für die Dynamik und internationale Bedeutung des Standorts Forchheim.
Digitale Vorzeigefabrik der Medizintechnik
Das HEP Center ist „Geburtsort“ von Hochleistungs-Röntgenröhren und Generatoren für bildgebende Systeme – zentrale Komponenten moderner CT-, Röntgen-, Angiographie- und Mammographie-Systeme, die weltweit im Einsatz sind. Bis zu 30.000 Strahler und Generatoren sollen hier pro Jahr gebaut werden, weitere 10.000 könnten pro Jahr instandgesetzt werden.
Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 69.000 Quadratmetern vereint das Gebäude Forschung und Entwicklung, Fertigung, Logistik und Büroflächen unter einem Dach. Die Produktion ist auf drei Geschosse verteilt, ergänzt um sechs Büroetagen und ein Technikgeschoss mit insgesamt rund 800 Arbeitsplätzen.
Besonders prägend ist der vollständige End-to-End-Digitalisierungs- und Automatisierungsansatz: Flexible Cobot-Systeme, Robotik und Sensorik transformieren die Fertigung hin zu einer hochautomatisierten, vernetzten Smart Factory.
Digitale Zwillinge von Produkten, Prozessen und Anlagen ermöglichen es, Abläufe zu simulieren, zu optimieren und Fehler frühzeitig zu erkennen – ein Schlüssel, um Qualität, Verfügbarkeit und Effizienz kontinuierlich zu steigern.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz als Standortvorteil
Das HEP Center wird nahezu CO2-neutral betrieben. Siemens Healthineers hat ein Energiekonzept entwickelt, das Abwärme aus den Produktionsprozessen nutzt und durch Rückkühler Wärme zurückgewinnt. Photovoltaik-Anlagen auf den Dachflächen, hocheffiziente Wärmepumpen und der Bezug von grüner Energie sollen die CO2-Emissionen nahezu auf null reduzieren.
Signal für Gesundheitswirtschaft und Region
Bei der Eröffnung würdigte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken das HEP Center als Leuchtturmprojekt für die deutsche Gesundheitswirtschaft und als wichtigen Beitrag zur Stärkung der industriellen Wertschöpfung im Gesundheitssektor.
Mit der Bündelung hochqualifizierter Arbeitsplätze, der Ansiedlung modernster Fertigungs- und Entwicklungskompetenz sowie der engen Verzahnung von Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit stärkt das HEP Center den Wirtschaftsstandort Forchheim nachhaltig. Es schafft zusätzliche Impulse für Zulieferer, Dienstleister und technologieorientierte Unternehmen in der Region und festigt die Rolle Forchheims als international sichtbarer Medizintechnik-Hub.
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Forchheim hat den Ausbau des Siemens Healthineers Campus über viele Jahre aktiv begleitet und steht dem Unternehmen sowie dem regionalen Unternehmensökosystem weiterhin als strategischer Partner für Wachstum, Innovation und Fachkräftesicherung zur Seite.
Forchheim im wachsenden Medical Valley Cluster
Mit der Eröffnung des HEP Centers gewinnt auch das Medical Valley Cluster weiter an Bedeutung. Als bundesweit führendes Cluster im Bereich der Medizintechnik und als führendes nationales Ökosystem für Gesundheitsinnovationen ist das Medical Valley international sichtbar und mit HealthTech-Hubs weltweit vernetzt. In diesem Umfeld arbeiten hochspezialisierte Forschungseinrichtungen, international führende Medizintechnikunternehmen und innovative Start-ups eng zusammen, um Lösungen für die Herausforderungen der Gesundheitsversorgung von heute und morgen zu entwickeln.
Forchheim mit dem Siemens Healthineers Campus und dem neuen HEP Center ist ein zentraler Baustein dieses Clusters: Die Kombination aus exzellenter Forschung, industrieller Fertigungskompetenz und internationaler Marktpräsenz schafft optimale Voraussetzungen für die schnelle Entwicklung und Skalierung neuer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Das HEP Center stärkt damit nicht nur den Standort Forchheim, sondern das gesamte Medical Valley Cluster – und trägt dazu bei, die Rolle der Region als führenden HealthTech-Hotspot in Deutschland und Europa weiter auszubauen.















